Kompensationstraining bei Gesichtsfeldausfall

 

Ein Gesichtsfeldausfall führt zu starken Beeinträchtigungen im Alltag: Beim Lesen, Bewegen im Verkehr etc.
Begleitet wird er fast immer von Aufmerksamkeitsstörungen. In unserer Praxis befindet sich ein Gerät (Gesichtsfeld-/Okulomotorikgerät), das es in Deutschland bisher nur 3x gibt: Mittels dem Training an einer großflächigen (320 cm x 120 cm) computerangesteuerten Tafel mit 40 Lichtpunkten lernt der Patient, durch Augenbewegungen den Gesichtsfeldausfall zu kompensieren.

Parallel werden Übungen am Computer und in Alltagssituationen (Straßen unterschiedlicher Verkehrsdichte überqueren, Bewegen in Situationen mit vielen Menschen, z.B. auf dem Markt etc.) sowie Papier-Bleistift-Aufgaben und Leseübungen durchgeführt. Die bisherigen klinischen Erfahrungen sind sehr positiv, wissenschaftlich belegt ("Compensatory visual field training for patients with hemianopia after stroke", Nelles, Esser, Eckstein, Tiede, Gerhard, Diener, 2001 Elsevier-Verlag) und führen zu einer höheren Selbständigkeit im Alltag.

 

(Geschrieben von: Andreas Tiede)